Grab der Generalin

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Das Grab der Generalin am Brennkogel

Auf die Zeit, als Plankenwarth im Besitz des Moritz Horstig gewesen ist (von 1826 bis 1862), geht auch die Geschichte vom Grab am Generalinkogel zwischen Thal und Planken­warth zurück. Es wird erzählt, daß sich diese Generalin dort oben, wo sich noch heute Reste des Grabdenkmales befinden, mit ihren Hunden begraben habe lassen. Dazu die historischen Fakten: Der Vater Horstigs stammt aus dem Fürstentum Schaumburg-Lippe und war ein Nachkomme Herders, seine Mutter Susanne Christine von Engelbrunner d'Aubigny stammt von einer nach Kassel eingewanderten französischen Hugenottenfamilie ab. Moritz Horstigs Tante, Emilie Sarah von Engelbrunner d'Aubigny, die sich nach einem bewegten Leben in England und Indien mit dem englischen General von Péché vermählt hatte und in der Steiermark mehrere Güter erwarb, bewog Moritz Horstig als ihren vorgesehenen Erben, die Verwaltung der mit ihrem Geld erkauften Herrschaften Plankenwarth und Altenhofen zu übernehmen. Im Schloß Plankenwarth scharte sich um diese seltsame Frau ein erlesener Kreis geistvoller Menschen. Bald rankten sich um sie abenteuerliche, zum Teil haltlose Gerüchte. Bis heute ist sie in der Bevölkerung wegen ihres ausgefallenen Begräbnisortes in Erinnerung: Sie ließ sich auf der einsamen Berghöhe des Brennkogels begraben“ (Uhlirz, o.S. 1916 zit. n. Brunner 1994, S. 363).

„Bereits ein Jahr vor ihrem Tod hatte Frau Péché am 11. Februar 1848 beim Kreisamt Graz um die Genehmigung angesucht, sich auf dem Brennkogel begraben zu lassen. Das Gesuch wurde an das Gubernium (Landesregierung) weitergeleitet und von diesem genehmigt; der Pfarrer von St. Oswald wurde davon vom Gubernium informiert. Gestorben ist Frau Emilie Sarah von Péché am 30. Oktober 1849 im 77. Lebensjahr an Brustwassersucht und wurde am 3. November am Brennkogel - angeblich mit ihren sechs Hunden - begraben. Vom einstigen Grabdenkmal sind noch Reste vorhanden. Sie war protestantisch, weshalb sie nicht im Totenbuch von St. Oswald, sondern in jenem der evangelischen Pfarre Graz-Heilands­kirche eingetragen ist. Sie wird dort als königlich-großbritannische Generalleutnantswitwe bezeichnet“ (Brunner 1994, S. 364).

Quelle: Brunner, Walter: (1994) Thal. Der Lebensraum und seine Bewohner. Hausmannstätten/Graz. Josef Riegler Verlag.

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